Vom Viertel-Telefon zur KI:
Ein Generationengespräch über den Wandel der Arbeitswelt
Unsere heutige Arbeitswelt ist geprägt von digitalen Tools, ständiger Erreichbarkeit und rasanter Kommunikation. Doch das war nicht immer so. In der zweiten
Jubiläums-Episode des Interviews spricht Leonie Brichard mit ihrem Vater, KommR Oliver Brichard, MSc, sowie ihrem Opa, dem Firmengründer Gerhard Brichard, deren Geschäftspartner Robert Trescher und ihrem Bruder Marvin Brichard, MSc, über den Wandel der Arbeit in den letzten 50 Jahren: von den Anfängen mit Schreibmaschine und Viertel-Telefon bis hin zur heutigen Informationsflut und den Chancen und Möglichkeiten durch Künstliche Intelligenz.
Jeder wird mich fragen: Was ist ein Viertel-Telefon?
Welche technischen Hilfsmittel hattet ihr damals, also vor rund 50 Jahren, zur Verfügung?
Gerhard Brichard: Die technische Ausstattung war aus heutiger Sicht kaum vorstellbar und der gesamte Arbeitsprozess entsprechend aufwendig. Wir verfügten lediglich über einen Fotokopierer namens „Logoprint“, der nicht wie die heutigen Geräte funktionierte. Statt einfach ein Blatt aufzulegen und per Knopfdruck zu kopieren, musste man zunächst sogenannte Matrizen vorbereiten. Die Texte wurden dafür entweder speziell geschrieben oder abgetippt und anschließend mühsam auf diese Matrizen übertragen. Fehler ließen sich nicht einfach korrigieren. Oft musste man ganze Teile neu erstellen oder mit Klebearbeit nachbessern. Teilweise mussten Textteile ausgeschnitten und per Hand zusammengefügt werden, bevor sie überhaupt verwendet werden konnten. Erst danach wurde die fertige Vorlage in den Kopierer eingespannt, um eine Kopie anzufertigen. Jeder einzelne Schritt erforderte Zeit, Genauigkeit und Geduld. Im Vergleich zu heutigen Kopierern, bei denen man in Sekunden ein perfektes Ergebnis erhält, war das damals ein deutlich komplexerer und arbeitsintensiver Prozess.
Dazu kam eine Schreibmaschine von IBM mit Löschband, die damals rund 20.000 Schilling gekostet hat – eine enorme Summe für die damalige Zeit. Auch elektronische Rechenmaschinen, also Geräte, die mit heutigen Taschenrechnern oder Bürorechnern vergleichbar sind, waren sehr teuer: Eine vollautomatische Rechenmaschine lag bei etwa 50.000 Schilling.
Und das Telefon? Das war ein ganz eigenes Kapitel. Ich hatte anfangs nur ein sogenanntes Viertel-Telefon, bei dem sich vier Personen eine einzige Nummer teilten. Man konnte also nur dann telefonieren, wenn gerade niemand anderer in der Leitung war und das Telefon belegte. Es dauerte ein ganzes Jahr, bis ich ein zweites Viertel bekam und erst einige Zeit später konnte ich dann eine eigene Nummer ergattern.
Bilder aus dem Firmenarchiv
Computer waren nur zum Nachschauen da.
Herr Trescher, wie sah der Arbeitsalltag in den frühen Jahren der Digitalisierung aus?
Robert Trescher: Unsere EDV von damals ist mit der heutigen überhaupt nicht vergleichbar. Jeder hatte zwar einen Bildschirm am Arbeitsplatz, konnte jedoch selbstständig nichts eingeben. Dies war ausschließlich bestimmten Abteilungen vorbehalten.
Wenn Datenänderungen erforderlich waren, etwa bei einem Mieterwechsel, mussten wir diese händisch in sogenannte „gelbe Bücher“ eintragen. Dabei handelte es sich um Formulare mit Durchschreibesystem, sodass automatisch mehrere Kopien entstanden.
Diese Notizen wurden dann an die Buchhaltung weitergegeben und dort ins System eingepflegt. Die Durchschläge der Eintragungen behielten wir bei uns. Diese wurden regelmäßig von Herrn Brichard durchgesehen, damit er stets über die aktuellen Entwicklungen und Veränderungen im Unternehmen informiert war.
Die Computer dienten uns somit nur zum Nachschauen. Briefe wurden auf der Schreibmaschine mit Blaupapier geschrieben. E-Mails oder Fax gab es schlichtweg noch nicht.
Die Digitalisierung kam in Wellen
Wie hast du die Entwicklung der digitalen Arbeit erlebt?
Oliver Brichard: Die größte Veränderung begann in den frühen 90er-Jahren, als die ersten PCs ins Unternehmen kamen. Davor gab es zwar IT-Unterstützung, aber die PCs, wie wir sie heute kennen, waren damals eine absolute Neuheit.
Interessant ist, dass sich vieles immer wieder wiederholt. Systeme wurden zentralisiert, dann wieder dezentralisiert. Heute sprechen wir von der Cloud, in ein paar Jahren heißt es vielleicht wieder, alles zurück ins Unternehmen holen.
Ein entscheidender Entwicklungsschritt während meiner Zeit in der Geschäftsführung war vor allem das Aufkommen des Internets. Zwischen 1999 und 2001 absolvierte ich eine Weiterbildung an der Donau-Universität. Dort erklärte uns ein Vortragender, wie man SMS kostenlos versenden oder E-Mails über das Internet verschicken kann. Dinge, die damals noch in den Kinderschuhen steckten. An Universitäten war diese Technologie bereits bekannt, da sie dort ihren Ursprung hatte, im Unternehmens- und Privatbereich war sie jedoch noch kaum verbreitet. Für SMS bezahlte man damals noch pro Nachricht, oft mit begrenzten Kontingenten von 100 oder 500 SMS pro Monat. Heute spielt das praktisch keine Rolle mehr.
Diese Entwicklungen haben die Kommunikation grundlegend verändert. Ein weiterer großer Umbruch war die Einführung des Smartphones, das unseren Alltag und die Geschäftswelt bis heute stark prägt.
Die Kommunikation ist explodiert
Was hat sich konkret im Arbeitsalltag verändert?
Oliver Brichard: Früher haben Herr Trescher und ich gemeinsam mit einer Sekretärin rund 120 Objekte betreut. Heute verwaltet ein einzelner Referent etwa 50 Objekte – oft unterstützt von ein oder zwei Assistenten. Der Grund dafür ist vor allem das stark veränderte Kommunikationsverhalten: Die Anzahl an Anfragen, Rückmeldungen und Anrufen ist enorm gestiegen. Die Erwartungen der Kundinnen und Kunden sind deutlich gestiegen, gleichzeitig ist alles viel schneller geworden.
E-Mails, WhatsApp und andere Kommunikationskanäle führen dazu, dass wir heute mit Informationen regelrecht überflutet werden. Die Herausforderung besteht darin, diese Informationsflut sinnvoll zu bewältigen. Das Tempo hat sich im Vergleich zu früher massiv erhöht – und genau das prägt unsere heutige Arbeitswelt.
Zwischen 70 und 100 E-Mails jeden Morgen
Wie erlebst du die heutige Arbeitswelt?
Marvin Brichard: Die 1990er-Jahre kenne ich nur aus Erzählungen, da ich damals noch nicht gearbeitet habe. Ich habe jedoch vieles von meinem Vater und von Herrn Trescher erzählt bekommen. Sie sagen, dass früher vieles deutlich langsamer ablief: Man schrieb Briefe, verwaltete rund 120 Liegenschaften und hatte oft nur ein zentrales Telefon. Zwar wurde telefoniert, aber wenn etwas wirklich wichtig war, musste ein Brief verfasst werden, um auch Zeit zu gewinnen.
Heute ist die Situation völlig anders. Es gibt unzählige digitale Kommunikationskanäle, wie E-Mails, Apps, Online-Portale udgl. Unsere Kundinnen und Kunden können uns jederzeit erreichen – und das tun sie auch.
Oft beginnen wir den Arbeitstag bereits mit 70 bis 100 neuen E-Mails im Posteingang. Das stellt für uns eine große Herausforderung dar, da wir den Anspruch haben, jede Anfrage innerhalb von 24 Stunden zu beantworten und kein E-Mail unbeantwortet zu lassen. Dadurch entsteht natürlich ein erheblicher Druck und auch ein gewisses Stresspotenzial für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Immer wieder stellt sich die Frage, ob und wie man die Kommunikation stärker bündeln oder auf bestimmte Kanäle konzentrieren kann.
Gleichzeitig bringt diese Entwicklung aber auch klare Vorteile mit sich: Wir sind heute deutlich schneller – sowohl in der Abwicklung als auch in der Planung und Konzeption von Projekten. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten funktioniert effizienter, weil alle über dieselben digitalen Kommunikationsmittel miteinander vernetzt sind.
Insgesamt ist die Arbeitswelt dadurch intensiver und schneller geworden – mit mehr Druck, aber auch mit deutlich mehr Möglichkeiten.
Die Zukunft liegt in der KI
Wohin entwickelt sich das Arbeiten deiner Meinung nach?
Marvin Brichard: Der entscheidende Faktor wird in den kommenden Jahren der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sein. Es wird darauf ankommen, inwieweit es uns gelingt, Prozesse so zu vereinfachen und zu automatisieren, dass sie tatsächlich zu einer spürbaren Zeitersparnis im Arbeitsalltag führen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Abläufe weiterhin genauso komplex und zeitintensiv bleiben wie bisher, was uns nicht zu wünschen wäre! 😉
Fazit
Vom Vierteltelefon bis zur KI: Die Arbeitswelt hat sich in wenigen Jahrzehnten grundlegend verändert. Während Zeit früher ein natürlicher Puffer war, ist heute Geschwindigkeit der Standard. Die Herausforderung der Zukunft wird sein, trotz aller technologischen Möglichkeiten die Balance zu finden – zwischen Effizienz, Erreichbarkeit und echter Entlastung.
Noch mehr aus der Vergangenheit?
Vom Viertel-Telefon zur KI:
Ein Generationengespräch über den Wandel der Arbeitswelt
Unsere heutige Arbeitswelt ist geprägt von digitalen Tools, ständiger Erreichbarkeit und rasanter Kommunikation. Doch das war nicht immer so. In der zweiten
Jubiläums-Episode des Interviews spricht Leonie Brichard mit ihrem Vater, KommR Oliver Brichard, MSc, sowie ihrem Opa, dem Firmengründer Gerhard Brichard, deren Geschäftspartner Robert Trescher und ihrem Bruder Marvin Brichard, MSc, über den Wandel der Arbeit in den letzten 50 Jahren: von den Anfängen mit Schreibmaschine und Viertel-Telefon bis hin zur heutigen Informationsflut und den Chancen und Möglichkeiten durch Künstliche Intelligenz.
Jeder wird mich fragen: Was ist ein Viertel-Telefon?
Welche technischen Hilfsmittel hattet ihr damals, also vor rund 50 Jahren, zur Verfügung?
Gerhard Brichard: Die technische Ausstattung war aus heutiger Sicht kaum vorstellbar und der gesamte Arbeitsprozess entsprechend aufwendig. Wir verfügten lediglich über einen Fotokopierer namens „Logoprint“, der nicht wie die heutigen Geräte funktionierte. Statt einfach ein Blatt aufzulegen und per Knopfdruck zu kopieren, musste man zunächst sogenannte Matrizen vorbereiten. Die Texte wurden dafür entweder speziell geschrieben oder abgetippt und anschließend mühsam auf diese Matrizen übertragen. Fehler ließen sich nicht einfach korrigieren. Oft musste man ganze Teile neu erstellen oder mit Klebearbeit nachbessern. Teilweise mussten Textteile ausgeschnitten und per Hand zusammengefügt werden, bevor sie überhaupt verwendet werden konnten. Erst danach wurde die fertige Vorlage in den Kopierer eingespannt, um eine Kopie anzufertigen. Jeder einzelne Schritt erforderte Zeit, Genauigkeit und Geduld. Im Vergleich zu heutigen Kopierern, bei denen man in Sekunden ein perfektes Ergebnis erhält, war das damals ein deutlich komplexerer und arbeitsintensiver Prozess.
Dazu kam eine Schreibmaschine von IBM mit Löschband, die damals rund 20.000 Schilling gekostet hat – eine enorme Summe für die damalige Zeit. Auch elektronische Rechenmaschinen, also Geräte, die mit heutigen Taschenrechnern oder Bürorechnern vergleichbar sind, waren sehr teuer: Eine vollautomatische Rechenmaschine lag bei etwa 50.000 Schilling.
Und das Telefon? Das war ein ganz eigenes Kapitel. Ich hatte anfangs nur ein sogenanntes Viertel-Telefon, bei dem sich vier Personen eine einzige Nummer teilten. Man konnte also nur dann telefonieren, wenn gerade niemand anderer in der Leitung war und das Telefon belegte. Es dauerte ein ganzes Jahr, bis ich ein zweites Viertel bekam und erst einige Zeit später konnte ich dann eine eigene Nummer ergattern.
Bilder aus dem Firmenarchiv
Computer waren nur zum Nachschauen da.
Herr Trescher, wie sah der Arbeitsalltag in den frühen Jahren der Digitalisierung aus?
Robert Trescher: Unsere EDV von damals ist mit der heutigen überhaupt nicht vergleichbar. Jeder hatte zwar einen Bildschirm am Arbeitsplatz, konnte jedoch selbstständig nichts eingeben. Dies war ausschließlich bestimmten Abteilungen vorbehalten.
Wenn Datenänderungen erforderlich waren, etwa bei einem Mieterwechsel, mussten wir diese händisch in sogenannte „gelbe Bücher“ eintragen. Dabei handelte es sich um Formulare mit Durchschreibesystem, sodass automatisch mehrere Kopien entstanden.
Diese Notizen wurden dann an die Buchhaltung weitergegeben und dort ins System eingepflegt. Die Durchschläge der Eintragungen behielten wir bei uns. Diese wurden regelmäßig von Herrn Brichard durchgesehen, damit er stets über die aktuellen Entwicklungen und Veränderungen im Unternehmen informiert war.
Die Computer dienten uns somit nur zum Nachschauen. Briefe wurden auf der Schreibmaschine mit Blaupapier geschrieben. E-Mails oder Fax gab es schlichtweg noch nicht.
Die Digitalisierung kam in Wellen
Wie hast du die Entwicklung der digitalen Arbeit erlebt?
Oliver Brichard: Die größte Veränderung begann in den frühen 90er-Jahren, als die ersten PCs ins Unternehmen kamen. Davor gab es zwar IT-Unterstützung, aber die PCs, wie wir sie heute kennen, waren damals eine absolute Neuheit.
Interessant ist, dass sich vieles immer wieder wiederholt. Systeme wurden zentralisiert, dann wieder dezentralisiert. Heute sprechen wir von der Cloud, in ein paar Jahren heißt es vielleicht wieder, alles zurück ins Unternehmen holen.
Ein entscheidender Entwicklungsschritt während meiner Zeit in der Geschäftsführung war vor allem das Aufkommen des Internets. Zwischen 1999 und 2001 absolvierte ich eine Weiterbildung an der Donau-Universität. Dort erklärte uns ein Vortragender, wie man SMS kostenlos versenden oder E-Mails über das Internet verschicken kann. Dinge, die damals noch in den Kinderschuhen steckten. An Universitäten war diese Technologie bereits bekannt, da sie dort ihren Ursprung hatte, im Unternehmens- und Privatbereich war sie jedoch noch kaum verbreitet. Für SMS bezahlte man damals noch pro Nachricht, oft mit begrenzten Kontingenten von 100 oder 500 SMS pro Monat. Heute spielt das praktisch keine Rolle mehr.
Diese Entwicklungen haben die Kommunikation grundlegend verändert. Ein weiterer großer Umbruch war die Einführung des Smartphones, das unseren Alltag und die Geschäftswelt bis heute stark prägt.
Die Kommunikation ist explodiert
Was hat sich konkret im Arbeitsalltag verändert?
Oliver Brichard: Früher haben Herr Trescher und ich gemeinsam mit einer Sekretärin rund 120 Objekte betreut. Heute verwaltet ein einzelner Referent etwa 50 Objekte – oft unterstützt von ein oder zwei Assistenten. Der Grund dafür ist vor allem das stark veränderte Kommunikationsverhalten: Die Anzahl an Anfragen, Rückmeldungen und Anrufen ist enorm gestiegen. Die Erwartungen der Kundinnen und Kunden sind deutlich gestiegen, gleichzeitig ist alles viel schneller geworden.
E-Mails, WhatsApp und andere Kommunikationskanäle führen dazu, dass wir heute mit Informationen regelrecht überflutet werden. Die Herausforderung besteht darin, diese Informationsflut sinnvoll zu bewältigen. Das Tempo hat sich im Vergleich zu früher massiv erhöht – und genau das prägt unsere heutige Arbeitswelt.
Zwischen 70 und 100 E-Mails jeden Morgen
Wie erlebst du die heutige Arbeitswelt?
Marvin Brichard: Die 1990er-Jahre kenne ich nur aus Erzählungen, da ich damals noch nicht gearbeitet habe. Ich habe jedoch vieles von meinem Vater und von Herrn Trescher erzählt bekommen. Sie sagen, dass früher vieles deutlich langsamer ablief: Man schrieb Briefe, verwaltete rund 120 Liegenschaften und hatte oft nur ein zentrales Telefon. Zwar wurde telefoniert, aber wenn etwas wirklich wichtig war, musste ein Brief verfasst werden, um auch Zeit zu gewinnen.
Heute ist die Situation völlig anders. Es gibt unzählige digitale Kommunikationskanäle, wie E-Mails, Apps, Online-Portale udgl. Unsere Kundinnen und Kunden können uns jederzeit erreichen – und das tun sie auch.
Oft beginnen wir den Arbeitstag bereits mit 70 bis 100 neuen E-Mails im Posteingang. Das stellt für uns eine große Herausforderung dar, da wir den Anspruch haben, jede Anfrage innerhalb von 24 Stunden zu beantworten und kein E-Mail unbeantwortet zu lassen. Dadurch entsteht natürlich ein erheblicher Druck und auch ein gewisses Stresspotenzial für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Immer wieder stellt sich die Frage, ob und wie man die Kommunikation stärker bündeln oder auf bestimmte Kanäle konzentrieren kann.
Gleichzeitig bringt diese Entwicklung aber auch klare Vorteile mit sich: Wir sind heute deutlich schneller – sowohl in der Abwicklung als auch in der Planung und Konzeption von Projekten. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten funktioniert effizienter, weil alle über dieselben digitalen Kommunikationsmittel miteinander vernetzt sind.
Insgesamt ist die Arbeitswelt dadurch intensiver und schneller geworden – mit mehr Druck, aber auch mit deutlich mehr Möglichkeiten.
Die Zukunft liegt in der KI
Wohin entwickelt sich das Arbeiten deiner Meinung nach?
Marvin Brichard: Der entscheidende Faktor wird in den kommenden Jahren der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sein. Es wird darauf ankommen, inwieweit es uns gelingt, Prozesse so zu vereinfachen und zu automatisieren, dass sie tatsächlich zu einer spürbaren Zeitersparnis im Arbeitsalltag führen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Abläufe weiterhin genauso komplex und zeitintensiv bleiben wie bisher, was uns nicht zu wünschen wäre! 😉
Fazit
Vom Vierteltelefon bis zur KI: Die Arbeitswelt hat sich in wenigen Jahrzehnten grundlegend verändert. Während Zeit früher ein natürlicher Puffer war, ist heute Geschwindigkeit der Standard. Die Herausforderung der Zukunft wird sein, trotz aller technologischen Möglichkeiten die Balance zu finden – zwischen Effizienz, Erreichbarkeit und echter Entlastung.






