Zettelwirtschaft 1990
Bis weit in die 1990er-Jahre lief die interne Kommunikation oft über handgeschriebene Zettel, Briefe, Faxe oder Aktenvermerke. Wer eine Rückmeldung von Kolleginnen oder Kollegen brauchte, schrieb eine Nachricht per Hand, unterschrieb sie und legte sie ins „Post-Kisterl“. Mehrmals täglich wurden diese Mitteilungen im Büro verteilt. Bis eine Antwort zurückkam, konnten Tage vergehen.
Viele dieser handgeschriebenen Notizen existieren vermutlich noch heute irgendwo in alten Ordnern und Akten. Damals waren sie ein unverzichtbarer Teil des Arbeitsalltags, lange bevor Scanner, Messenger oder digitale Archive selbstverständlich wurden.
Aus heutiger Sicht wirkt das beinahe entschleunigt. Denn mittlerweile erwarten Kundinnen und Kunden schnelle Antworten, oft innerhalb weniger Stunden oder sogar Minuten. Was früher völlig normal war, würde heute schnell als zu langsam empfunden werden.
Auch Projekte liefen damals anders ab: Wartezeiten gehörten einfach dazu. Heute erfolgen Abstimmungen meist sofort, Prozesse laufen deutlich schneller und Unterbrechungen werden minimiert.
Mit einem leicht nostalgischen Blick und einem Schmunzeln erinnert man sich an die Zeiten der Zettelwirtschaft – vermissen tut sie niemand, aber hat sie uns wirklich Vorteile gebracht?
Aus dem Firmenarchiv…








