Das Ende der KIM-Verordnung im Jahr 2025:
Eine Erleichterung für den Wohnungsmarkt
Die Entscheidung des Finanzmarktstabilitätsgremiums, die Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (KIM-Verordnung) nicht zu verlängern, wird in der Immobilienwirtschaft als großer Erfolg gefeiert. Gerald Gollenz, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), betonte, wie positiv sich dieser Schritt auf den Wohnungsmarkt auswirken wird. Eine wesentliche Hürde für die Schaffung von Wohneigentum fällt weg. Der Wohnungsbau kann wieder anspringen und die Finanzierung von Wohneigentum wird erleichtert.
Hindernisse bei der Eigentumsbildung
Die KIM-Verordnung hatte mit ihren strengen Auflagen zur Kreditvergabe vielen Menschen den Traum vom Eigenheim massiv erschwert. Gerald Gollenz erklärte, dass die überzogenen Richtlinien bei der Kreditvergabe den Eigentumserwerb in Österreich erheblich behindert haben. Dies hatte nicht nur private Konsequenzen, sondern auch negative Auswirkungen auf den Wohnungsneubau. Laut dem ersten Österreichischen Neubaubericht des Fachverbandes sank die Anzahl der fertiggestellten Neubauwohnungen deutlich – ein Trend, der ohne Gegenmaßnahmen weiter verschärft worden wäre.
Dramatische Prognosen ohne Anpassungen
Der Neubaubericht zeigt alarmierende Zahlen: Ohne Korrekturen wäre die Anzahl frei finanzierter Eigentumswohnungen bis 2026 von rund 17.380 auf weniger als 1.793 Einheiten gesunken. Auch die neu errichteten Mietwohnungen hätten einen drastischen Rückgang von 7.350 auf nur noch 1.350 Einheiten erfahren. Diese Entwicklungen hätten die Wohnungsversorgung in Österreich grob beeinträchtigt.
Preiskorrektur bei Wiener Zinshäusern
Durch den Wegfall der ‘‘Parifizierungsfantasie‘‘ und dem gleichzeitigen Anstieg der Zinsen brach auch der Markt für Zinshäuser in Wien zusammen. Sowohl die Transaktionsanzahl (ca. -70%) als auch die Werte der verbleibenden Verkaufspreise (ca. -30%) gaben stark nach. Durch die Einführung der KIM-Verordnung wurde der Erwerb von Wohneigentum für zahlreiche Haushalte unerschwinglich. Die Nachfrage nach Mietwohnungen stieg stark an und führte in Folge auch zu steigenden Mietpreisen. Die Aussicht auf eigenes Wohneigentum rückte für Viele in weite Ferne.
Nun bleibt abzuwarten, wie sich das zukünftige Ende der KIM-Verordnung auf den Mietmarkt auswirken wird. Wird sich die Nachfrage nach Mietwohnungen und damit die Mietpreisentwicklung wieder entspannen? Die kommenden Monate werden zeigen, wie nachhaltig die Effekte dieser Entscheidung auf den gesamten Wohnungsmarkt sein werden.





